Vorbeugung & Früherkennung
Vorbeugung durch einen gesunden Lebensstil
Auch beim Darmkrebs gilt: ein gesunder Lebensstil ist die beste Vorsorge. Damit lässt sich das Risiko für die Entwicklung von Darmkrebs nach Schätzung von Experten halbieren. Zu einem gesunden Lebensstil gehören:
- Viel Obst und Gemüse
- Weniger rotes Fleisch
- Alkohol in Maßen
- Körperliche Bewegung
- Übergewicht vermeiden
- Nicht rauchen
Säulen der Vorsorge: Darmspiegelung und Test auf verstecktes Blut
Darmkrebs gehört heute zu den häufigsten Krebsleiden in Deutschland: Jeder 16. Deutsche erkrankt heutzutage an Darmkrebs und jährlich wird die Diagnose bei zirka 70.000 Frauen und Männern in Deutschland gestellt. Kaum eine andere Krebsart kann jedoch bei frühem Erkennen so gut behandelt werden und hat dann so gute Heilungschancen wie der Darmkrebs.
Die sicherste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs ist die Darmspiegelung. Eine weitere Möglichkeit, einen Tumor im Darm rechtzeitig zu entdecken, bietet der Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Bösartige Tumore oder Polypen im Darm haben zahlreiche feine und sehr empfindliche Blutgefäße, die leicht verletzbar sind. Dann kann Blut in den Stuhl sickern, meist jedoch in so geringen Mengen, dass man es selbst nicht merkt.
Der Test wird "Okkultblut"-Test genannt; der Name leitet sich vom lateinischen Wort "okkult" ab und bedeutet übersetzt "verborgen". Damit lassen sich schon geringste Mengen von Blut nachweisen, die mit bloßem Auge gar nicht erkennbar sind.
Heute gibt es zwei verschiedene Arten von Okkultblut"-Tests: der chemische Test wird vom Arzt im Labor ausgewertet. Die neuen immunologischen Tests können ähnlich wie ein Schwangerschaftstest entweder alleine zu Hause durchgeführt und ausgewertet werden oder sie werden ins Labor geschickt und dort beurteilt.
Der einfache und preiswerte chemische "Okkultblut"-Test besteht aus drei Stuhltestbriefchen. Mit einem Spatel wird an drei aufeinander folgenden Tagen eine erbsengroße Stuhlprobe auf die Testfelder aufgetragen. Anschließend geben Sie die verschlossenen Testbriefe bei Ihrem Arzt ab. Ist der Test positiv, kann das ein Hinweis auf kleinste Blutspuren im Stuhl sein. Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass Sie an Darmkrebs erkrankt sind. Denn nicht nur Blut, sondern auch bestimmte Nahrungsmittel und Medikamente können den Test verfälschen. Auf alle Fälle sollte jedoch bei jedem positiven Ergebnis unbedingt eine Darmspiegelung durchgeführt werden, um auf Nummer Sicher zu gehen.
Einige Ärzte setzen heute den neuen immunologischen Stuhltest ein. Dieser Test reagiert ausschließlich auf den menschlichen roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Eine Verfälschung durch die Nahrung ist daher nicht mehr möglich. Zudem genügen zwei Proben von einem Stuhlgang.
Krankenkassen übernehmen die Kosten ab dem 50. Lebensjahr
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen im Rahmen der Krebsvorsorge für Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr die Kosten für einen chemischen Stuhltest einmal pro Jahr. Ab dem 56. Lebensjahr kann man wählen zwischen einem Stuhlblut-Test alle zwei Jahre oder zwei Vorsorge-Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren. Die Kosten für einen immunologischen Test werden von den Krankenkassen grundsätzlich nicht übernommen und müssen vom Patienten selbst bezahlt werden.




